Unsere Geschichte

Das Gelände war einst Sitz des Freiherrn von Geyr zur Schweppenburg und Amtsstube der Bürgermeisterei, bis bei der Wesselinger Revolution von 1848 folgenschwere Flintenschüsse die Glasscheiben des herrschaftlichen Hauses zertrümmerten und danach der Bürgermeistersitz wieder nach Hersel verlegt wurde.

 

Im Jahre 1876 installierte die Firma Heymann und Sohn auf dem Gelände drei Dampfkessel zur Fabrikation von Stroh- und Packpapier.

 

Ab 1881 betrieben die Brüder Franz und Heinrich Zimmermann in den Räumen der Papierfabrik eine Anlage zur Darstellung chemischer Präparate. Schließlich erweiterte sich die Produktion so stark, dass 1901 das Werk auf ein neuerschlossenes Gelände umsiedelte.

 

Die Gebäude dienten dann einige Jahre hindurch als Jünglingsheim und Sporthalle.

1919

Am 19. Januar 1919 kaufte die Vereinigungsgesellschaft Rheinischer Braunkohlenbergwerke mbH, Abteilung Schiff-Fahrt, von der katholischen Pfarrgemeinde Wesseling das unmittelbar am Rhein gelegene 3.973 qm große Grundstück Hauptstraße 76, auf dem sich zu diesem Zeitpunkt eine große Halle (heutige RheinForumWesseling) und verschiedene Wohngebäude befanden. In der Halle wurde eine Werkstatt eingerichtet, während die Wohngebäude teils zu Bürozwecken umgebaut wurden, teils aber auch als Wohnräume für die Betriebsangehörigen erhalten blieben.

 

In den frühen 20iger Jahren errichtete man neben der Werkstatt das Bürohaus, das 1930/31 aufgestockt wurde. Beide Gebäudekomplexe verband man durch eine Stützmauer zum Schutze von Hochwasser miteinander.

 

1935 Gesellschaftsrechtliche Neuordnung: Gründung der Reederei Braunkohle.

 

Die Geschäftsräume und die Werkstatt in Wesseling waren nach dem Krieg vollständig verwüstet und ausgeplündert.

 

Aufnahme des Betriebes bereits wieder  ab Oktober 1945

 

1950 Bau eines neuen Verwaltungsgebäudes an der Stelle des Restaurants „Zur schönen Aussicht“ (heute Hotel am Rhein).

 

Gegen Ende der 80iger Jahre der Anfang vom Ende:

 

Der Umschlag von Phosphaten brach aufgrund ökologischer Argumente dramatisch ein. Verfall der Frachtpreise – da holländische Schiffe bedeutend billiger waren.

 

1992 trennte sich die Reederei von acht ihrer 12 Schiffe.

 

Inzwischen auf den Transport und die Lagerung von Kühlwaren spezialisiert.

 

1999 verabschiedete sich das Unternehmen sang- und klanglos aus Wesseling.

Diskussion: Verkauf / Abriss

Dezember 2001: Der Rat beschließt, die Heco-Halle zu erwerben.

 

Für die Sanierung der Altlasten stellte der Rat im Januar 2002 750.000 Euro zur Verfügung.

 

Die Altlastsanierung wurde nach dem Konzept der Ingenieurgesellschaft GFM durchgeführt.

 

Mit den Sanierungsarbeiten wurde die Firma Bauer und Mourik Umwelttechnik GmbH & Co. beauftragt,  Dauer: September bis Dezember 2003.

 

Der Umbau und die Herrichtung der Heco-Halle wurden nach Konzepten der Verwaltung vom Büro Heinen Architektur in Wesseling durchgeführt. Kosten Modernisierung: 1.700.000 Euro.